Statistik

Kapitel 7 · Schätzverfahren

Induktive Statistik & Zufallsstichproben

📄 Folien:alle Materialien →

Drei Sichtweisen auf Statistik

GrundlageVerallgemeinerung?
DeskriptivDatennein
Wahrscheinlichkeitmath. Modelle (keine Daten)
InduktivStichprobe + Wahrscheinlichkeitja, mit Unsicherheit

Die induktive (schließende) Statistik zieht aus einer Stichprobe Schlüsse über die Grundgesamtheit. Ihre zwei Werkzeuge: Schätzen (einen Parameter mit angebbarer Ungenauigkeit bestimmen) und Testen (eine Hypothese mit angebbarer Unsicherheit verwerfen).

Merkmale als Zufallsvariablen

Das untersuchte Merkmal XX wird als Zufallsvariable aufgefasst. Die wiederholte Beobachtung modelliert man durch Stichprobenvariablen X1,,XnX_1,\dots,X_n, die

  • dieselbe Verteilung wie XX haben und
  • unabhängig sind (kurz: i.i.d.).

Die konkreten Messwerte x1,,xnx_1,\dots,x_n sind ihre Realisierungen.

Zufallsstichproben

Induktive Verfahren setzen Zufallsstichproben voraus — sonst sind die Schlüsse verzerrt. Bei einer einfachen Zufallsstichprobe hat jedes Element dieselbe bekannte Auswahlwahrscheinlichkeit. Weitere Verfahren:

  • Geschichtete Stichprobe: Grundgesamtheit in homogene Schichten zerlegen, je Schicht zufällig ziehen (z. B. nach Alter).
  • Klumpenstichprobe: natürliche Gruppen (Klumpen) zufällig auswählen (z. B. ganze Schulklassen).

Klausurfalle: Ohne Zufallsauswahl keine gültige Induktion. Eine große, aber verzerrte Stichprobe ist schlechter als eine kleine Zufallsstichprobe.

Quellen:K07 S.408, K07 S.409, K07 S.411, K07 S.413, K07 S.414, K07 S.415, K07 S.417

Abruf-Quiz

Frage 1 / 2

Was ist das Ziel der induktiven Statistik?